Von den sonnigen Hügeln des Kraichgaus
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Biologischer Anbau

Was ist bei der Produktion nach ökologischem Anbau anders als bei konventionellem?

Im ökologischen Anbau ist es nicht zugelassen, synthetische Pflanzenschutzmittel und Dünger einzusetzen.

Als Laie erkennt man eine ökologisch bewirtschaftete Apfelanlage am Besten daran, dass der Boden unter den Bäumen mit einer Hackmaschine frei von Bewuchs gehalten wird. Als Unterschlupf für Ohrenzwicker hängen Blumentöpfe mit Holzwolle gefüllt in den Bäumen.

Damit Sie sicher sein können, dass auch BIO drin ist wenn BIO drauf steht, werden wir jedes Jahr von einem unabhängigen Prüfer geprüft. Jederzeit können bei unangekündigten Kontrollen Proben gezogen und auf Rückstände hin untersucht werden.

Unsere Kontrollstelle ist der ökologischer Kontrollverein Karsruhe. Dieser wird wiederum vom Land BW und der EU kontrolliert.

Seit Sommer 2016 arbeiten wir zusätzlich nach Naturlandrichtlinien.

 

 

Kontrolle der Obstanlage durch Jochen Filsinger

 

 

Pflanzenschutzmittel und Pflanzenstärkungsmitte nach EG-Bioverordnung

Wirkstoff, Verfahren Einsatzbereich, Verwendung, HinweiseEG Bio Verordnung
Neem (Extrakt aus dem Samen des Neembaums) gegen Läuse
Quassia-Extrakt (Auszug aus dem Holz) gegen Apfelsägewespe
Natriumbicarbonat (Backpulver) gegen Mehltau
Netzschwefel gegen Schorfsporen, Mehltau und Rostmilben
Curato (Schwefelkalk) gegen Schorfsporen und Regenfleckensporen
Kaliumbikarbonat (Backtriebmittel) gegen Schorf und Regenflecken
Hornspäne als Stickstoffdünger maximal 30kg Stickstoff/Jahr und ha
Mycosin Gesteinsmehle zur Stärkung der Widerstandskraft
Schachtelhalmextrakt zur Stärkung der Widerstandskraft
Zuckerrüben-Melasse als Dünger
Granuloseviren gegen die Larven des Apfelwicklers
Sexuallockstoffe zur Verwirrung der Apfelwicklermännchen (so können die Männchen die Weibchen nicht finden und daher auch nicht begatten….arme Jungs)
Molkepulver gegen erwachsene Spinnmilben
Rapsöl gegen Spinnmilbeneier
Bacillus thuringensis gegen Eulenraupen und Frostspanner
Kupfer zugelassen bis 3kg Cu /ha und Jahr (bisher zwischen 0 und 1,8kg/ha/Jahr eingestzt)

Als Grundregel gilt bei uns: Eingesetzt werden auch zugelassene Mittel nur dann, wenn sie wirklich nötig sind, um eine gute Ernte und beste Qualität zu gewährleisten.

Das Ziel sind Früchte für höchsten Genuss.

 

Nützlinge in der Obstanlage zur Bekämpfung der Läuse

 

      Marienkäfereier

      Marienkäfer

      Schwebfliegenlarve